Ihmeschule Hannover - Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen


Küche

Nun ist es endlich soweit!

Ab sofort kann in unserer Schulbäckerei gesundes Vollkornbrot aus selbstgemahlenem Weizen- und Roggenmehl hergestellt werden.

Dank der großzügigen Unterstützung der Organisation „Hilfe für hungernde Kinder“ besaßen wir bereits seit Monaten eine leistungsstarke elektrische Mühle (1. Foto), konnten aber bislang unseren Traum „Vom Korn zum Brot“ aus Geldmangel nicht verwirklichen.

Durch vielfältige Aktionen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften z.B. – schulinternen Verkauf von selbstgebackenem Kuchen und Brot, Marmelade und Chutneys – erfolgreiche Umsatzsteigerung im Schülerkiosk durch abwechslungsreiche, gesunde Pausensnacks haben wir es endlich geschafft, das notwendige Geld für Korn vom Bio-Bauern aufzubringen.

Das Ergebnis des „Probelaufs“, bei dem sieben Ausmahlstufen ausprobiert wurden, kann man auf dem 2. Foto erkennen.

Stand: 14. Januar 2008


Kiosk

“Aktion gegen das Magenknurren”

«LINDEN. Aktion gegen das Magenknurren: Mit einem breiten Angebot an frisch zubereiteten Snacks wie belegten Brötchen, Fruchtspießen, Backwaren und frischem Obst versuchen die Lehrer der Lindener Ihmeschule an der Badenstedter Straße, künftig den Geschmack der rund 100 Schülerinnen und Schüler zu treffen. Die ließen sich nicht lange bitten und belagerten den SchulKiosk bei dessen feierlicher Wiedereröffnung in hellen Scharen. Kein Wunder, wurde ihnen dass chmackhafte Schulfrühstück an diesem Tag doch gratis offeriert. Wie viele andere Schulen, möchte auch die Ihmeschule, eine Schule für lernbehinderte Kinder, mit ihrem Kiosk zu einer gesünderen Ernährung der Schülerinnenund Schüler beitragen.

„Viele unsere Schüler“, weiß Förderschullehrerin Sabine Derlien, „kommen regelmäßig mit leeren Magen in die Schule und kaufen sich dann an einem Kiosk etwas zu essen. Und das ist nicht gerade das Gesündeste.“
Das schuleigene Angebot stellt für die Kioske der Umgebung ab sofort eine echte Konkurrenz dar: Die Lebensmittel gibt es zum Selbstkostenpreis– Obst und Gemüse erhalten die Mädchen und Jungen sogar kostenlos. „Würden wir dafür Geld nehmen“, ahnt Schulleiter Horst Kemmling, „würden wir auf den Sachen sitzenbleiben.“
Finanziert werden Obst und Gemüse für den Kiosk von der gemeinnützigen Gesellschaft „Hilfe für hungernde Kinder“(HioB e.V.), die die Schule darüber hinaus kostenlos mit Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln beliefert. Zum Ende des Monats, wenn bei vielen Familien das Geld knapp wird, können die Schüler davon auch schon mal etwas mit nach Hause nehmen.
Verkauft und zum Teil zubereitet wird das Pausenangebot von den Schülern des siebten Jahrganges. Unterstützt werden sie dabei von einer Honorarkraft auf 400-Euro-Basis, die im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichtes auch die schuleigene, ebenso wie der Kiosk von der Stadt finanzierte Küche betreut. Die Küche wiederum versorgt die Schüler der Ihmeschule an mehreren Tagen in der Woche mit einer warmen Mahlzeit.
Wie lange die Lindener Kinder noch in Genuss dieser für viele keineswegs selbstverständlichen Mahlzeiten kommen können, ist derzeit allerdings offen. Die von der Stadt für das Projekt Schulküche gewährte Anschubfinanzierung ist aufgebraucht – spätestens nach den Sommerferien gehen dann auch die über den Förderverein gesammelten Spenden zur Neige.

 

Wie es dann weitergehen soll, ist zurzeit nicht abzusehen. „Es wäre fatal“, sagt Sabine Derlien, „wenn wir das Projekt einstellen müssten. Denn abgesehen davon, dass viele unserer Kinder definitiv hungrig zur Schule kommen und ein leerer Magen nicht geradedazu beiträgt, die Konzentration zu fördern, erfüllt die Schulküche noch einen weiteren wichtigen Zweck: Für viele Schüler, die in anderen Fächern vielleicht nicht so gut dastehen, stellt es ein Erfolgserlebnis dar, wenn sie für ihre Mitschüler etwas backen oder kochen können.
“Im Schulamt sieht man sich, allein aus Gründen der Gleichbehandlung, nicht in der Lage, monatlich 400 Euro für die Ihmeschule aufzubringen. „Wenn wir“, sagt Elke Jäger vom Bereich Schulorganisation, „jeder Schule eine solche Kraft finanzieren wollten, wären wir damit finanziell überfordert. Wir verfolgen im Augenblick eine neue Idee, von der wir aber noch nicht wissen, ob sie umsetzbar ist…»

Text: Wochenblatt, 06. Juni 2007, Nr. 23
Fotos: Fotos von der Kioskeröffnung am 06. Juni 2007, © 2007 Murielle Macé – pixalix